Ackerbau mit Regenerativen Mikroorganismen

Regenerative Landwirtschaft mit probiotischen Mikroorganismen

Der Einsatz von Regenerativen Mikroorganismen kann für Landwirte einen wichtigen Schritt darstellen, um von der Agrarindustrie (Dünger, Pflanzenschutz, Patent-Saatgut…) unabhängig wirtschaften können. Die vielfältig einsetzbaren Bakterien helfen, industrielle Bewirtschaftungsweisen mit natürlichen zu ersetzen. Werden sie richtig angewandt, stabilisieren sie mit ihren Fähigkeiten viele landwirtschaftliche Teilbereiche. Ganzheitlich integriert bilden sie jedoch im gesamten Betrieb den Grundstein für eine effektive und naturnahe landwirtschaftliche Praxis.

Seitenübersicht

Überblick

Der moderne Acker- & Pflanzenbau wird von vielen Problemen geplagt. Um auf ausgelaugten Böden stabile Erträge zu erzielen, wird der immer intensivere Einsatz von synthetischen Pflanzenschutzmitteln, chemischen Düngern und Gentechnik oft als einziger gangbarer Weg dargestellt. Gleichzeitig geht die Effektivität dieser Maßnahmen vielerorts sichtbar zurück. Die Artenverarmung des Bodenlebens reduziert viele landwirtschaftliche Böden auf ihre Funktion als reine Anbaufläche (= Ort, an dem Pflanzen wachsen). Die eigentlich natürliche Fähigkeit von Böden, für Stabilität zu sorgen und negative Umwelteinflüsse gut abzufedern, geht immer mehr verloren. Ein strukturloser nackter Boden, der nicht mehr für gesunde Pflanzen sorgen kann, ist die Folge – die vielerorts bereits eingetreten oder bereits absehbar ist. Der Einsatz von Regenerativen Mikroorganismen, verbunden mit einer guten landwirtschaftlichen Praxis, stärkt die (mikrobiologische) Artenvielfalt erheblich. Ihre enorme Bedeutung rückt durch die Vorbildwirkung von Vor- und Umdenkern nach und nach in den Fokus. Bodengesundheit ist unser eigentliches Kapital – ein Fakt, der unsere Zukunft wesentlich mitbestimmen wird. Denn nur intakte Ökosysteme garantieren langfristig Sicherheit und Ertrag.

Effektive Mikroorganismen werden mit der Sämaschine in den Boden eingebracht

Die Regenerative Landwirtschaft lebt vom Mut, Neues zu versuchen und von der nachhaltigen Beschäftigung mit den Abläufen und Lebewesen im Boden.

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Probiotische Mikrobiologie

Wie Bodengesundheit mit der Mikrobiologie zusammenhängt

Wird nachhaltige Bodengesundheit angestrebt, ist es notwendig, das Augenmerk nicht nur auf Teilbereiche der Landbewirtschaftung zu legen, sondern das Thema umfassend zu betrachten. Ist dies nicht der Fall, können positive Effekte in Teilbereichen (z.B. Aufbau einer probiotischen Mikrobiologie) durch eine ungeeignete Herangehensweise in anderen Bereichen (z.B. zu intensive / falsche Bodenbearbeitung) wieder zunichte gemacht werden. Als Faustregel gilt: Je umfassender die Prinzipien des regenerativen Ackerbaus angewandt werden, umso deutlicher werden seine Effekte.

Die Stellschrauben für Bodengesundheit

Die richtige Pflanzenwahl hat großen Einfluss auf die Bodengesundheit:

  • Welche Hauptfrüchte eignen sich für meinen Boden?
  • Wie ausgewogen / vielfältig ist meine Fruchtfolge?
  • Welche Zwischenfrüchte helfen meinem Boden?
  • Welche Untersaaten fördern den Humusaufbau?

Um Bodengesundheit zu erreichen, muss man das Gesamte im Blick haben. Die „Stellschrauben“ Pflanze, Düngung und Bearbeitung beeinflussen die Mikrobiologie am Feld, der eine wesentliche Verbinderfunktion zwischen Boden (-Lebewesen), Pflanze und Mensch zukommt. Anklicken, um Details zu den Einzelbereichen anzuzeigen.

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Effekte von Regenerativen Mikroorganismen

Die Effekte von Regenerativen Mikroorganismen im Ackerbau

Regenerative Mikroorganismen sind kein Spezialprodukt, das für eine einzelne Nischenanwendung entwickelt wurde. Vereinfacht gesagt tun sie nichts anderes, als die sowieso in der Natur stattfindenden Regenerationsprozesse zu verstärken – und erheblich zu beschleunigen. Aus diesem Grund können sie in fast jedem landwirtschaftlichen Anwendungsgebiet erfolgreich und gewinnbringend eingesetzt werden. Je nach Zusammensetzung bewirken die Bakterienmischungen in anaeroben Bereichen (im Boden, an den Wurzeln…) aber auch an der Luft (Pflanzen-Epiflora) eine Vielzahl lebensfördernder Prozesse.

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Bodengesundheit mit Regenerativen Mikroorganismen

Verbesserte Bodengesundheit

Im Boden wird das Tauziehen von probiotischen und Fäulnis auslösenden Bakterien besonders deutlich sichtbar. Regiert die Gruppe der „Fäulnisbakterien“, ist der Krankheits- und Schädlingsdruck hoch. Der Boden ist dann kaum speicherfähig, wirkt fahl und geruchlos. Sind probiotische (= regenerative) Mikroorganismen in Dominanz, nimmt das Bodenleben deutlich zu. Schon nach kurzer Zeit zeigen sich die ersten Zeichen mikrobieller Aktivität: Der Boden riecht fruchtig, seine Farbe wird wesentlich kräftiger, die Krümeligkeit nimmt zu. Ist ein nachhaltig probiotisches Milieu aufgebaut, ist die Trendumkehr erreicht. Statt ständig abzubauen, regeneriert sich der Boden, bis er in Topform ist.

Lebendiger Mutterboden

Erden und Substrate werden durch den Einsatz Regenerativer Mikroorganismen erheblich aufgewertet. Ein mit RM optimiertes mikrobielles Bodenleben senkt den Druck von Krankheitserregern im Boden, wirkt dem Auslaugen des Bodens entgegen und verstoffwechselt organisches Material schnell und effizient. Die Krümelstruktur des Bodens wird deutlich verbessert, mineralisierte Nährstoffe werden besser gespeichert (Ton-Humus-Komplex). Eier und Larven von Schädlingen werden in ihrer Entwicklung gehemmt.

Weniger negative Umwelteinflüsse

Die Umgebungsbedingungen haben großen Einfluss auf das Gedeihen der Pflanzen. Mit Regenerativen Mikroorganismen aufgebauter Boden ist in der Lage, negative Umwelteinflüsse hinauszuzögern bzw. zum Teil abzufangen (Trockenheit, Staunässe, schlechte oder kontaminierte Erde…).

Keine Fäulnis im Unterboden

In tiefen Bodenschichten werden die Fähigkeiten Regenerativer Mikroorganismen besonders sichtbar. In sauerstoffarmen Umgebungen ist ihre Fäulnisunterdrückung durch die Fermentation von organischem Material am effektivsten. Die Einbringung von RM in den (Unter-)Boden ist die wahrscheinlich wichtigste Säule in der gezielten Feldbewirtschaftung mit probiotischen Mikroorganismen.

Bessere Wasserbilanz

Regerative Mikroorganismen machen Erde kompakter und verbessern ihr Wasserhaltevermögen. Verdunstungsverluste über den Boden, aber auch über Pflanzen werden minimiert. Pflanzen, welche in mikrobiell gut ausgestatteten Böden wachsen, brauchen tendenziell weniger Wasser, weil sie aufgrund der besseren CO2-Versorgung weniger Spaltöffnungen anlegen.

Wesentlich aktivere Nützlinge

Regenerative Mikroorganismen stärken die Diversität jedes Ökosystems, was vermehrt Nützlinge anlockt. Schädlinge hingegen werden meist von Bereichen angezogen, in denen Zerfallsprozesse stattfinden. Das betrifft Kleinstlebewesen aller Arten. Die Regenwurm-Population nimmt in RM-behandelten Böden erfahrungsgemäß merklich zu.

Schutz vor Ammoniak & zu viel Nitrat

Stickstoff-Verluste werden durch Regenerative Mikroorganismen minimiert, die Mineralisation erfolgt erst über einen längeren Zeitraum hinweg im Boden. Zusätzlich fixieren die phototrophen (Purpur-)Bakterien den Luftstickstoff, welcher durch RM zum Teil auch organisch gebunden und von anderen Bodenbakterien remineralisiert wird.Negative Effekte einer Nitratüberdüngung werden vom Mikrobiom abgefedert. Ein Langzeitdüngeeffekt tritt ein.

Giftrückstände werden abgebaut

Regenerative Mikroorganismen reinigen den Boden von persistenten chemischen Rückständen. Chlorierte aromatische Verbindungen mit langer Halbwertszeit (DDT, Aldrin, Mineralölverbindungen…) werden rasch abgebaut, Schwermetalle durch Komplexierung „entsorgt“.

Erhöhte Düngewirkung

Dank der Nährstoffaufschließung durch Regenerative Mikroorganismen im Boden kann die Düngergabe schrittweise reduziert werden. Dies gilt sowohl für Mineral- als auch für organischen Dünger.

Einsatz von Effektiven Mikroorganismen im Ackerbau für ein artenreiches Bodenleben

Ein vielfältiges Bodenleben ist nicht nur Anzeiger für humose Böden, sondern selbst ein enorm wichtiger Faktor für Bodenfruchtbarkeit und -Gesundheit.

Regenerative Mikroorganismen für die Pflanzengesundheit

Verbesserte Pflanzengesundheit

Mikroorganismen besiedeln alle verfügbaren Oberflächen. So finden wir sie auch auf den Blättern und Stielen von Pflanzen, wo sie einen Biofilm bilden, der die gesamte Pflanze bedeckt (= „Epiflora“). Ist der Biofilm aus regenerativ wirkenden Mikroorganismen geschlossen, erschwert dies pathogenen Keimen und Krankheitserregern, sich auszubreiten. Regelmäßiges Sprühen erneuert den Schutzfilm auf den Pflanzen und kann diese vor Blattkrankheiten und Verpilzung schützen. Durch ihre starke Fäulnisunterdrückung hemmen Regenerative Mikroorganismen (Rotte statt Fäulnis !) die Ausbreitung fäulnissuchender Schädlinge (Trauermücken, Schnecken, Fliegen …) und unterstützen das pflanzliche Immunsystem.

RM stärkt die Pflanzen

Regenerative Mikroorganismen besiedeln alle verfügbaren Oberflächen und lassen nicht zu, dass Krankheitserreger sich ausbreiten. Ein regelmäßig aufgesprühter Biofilm auf den Pflanzen schützt vor vielen Blattkrankheiten. Durch starke Fäulnisunterdrückung (Rotte statt Fäulnis !) wird die Entwicklung von tierischen Schädlingen (Trauermücken, Schnecken, Fliegen …) gehemmt.

Steigerung der Vitalität

Der allgemeinen Pflanzengesundheit sind viele Effekte der Regenerativen Mikroorganismen äußerst zuträglich: Mehr Power aus dem Boden, geringere Attraktivität für Schädlinge, zahlenmäßig stark dezimierte Schadkeime, Bakterien-Schutzfilm auf der Pflanze, verringerte Pestizid-Belastung – die Pflanze dankt’s !

Weniger Belastung durch Pflanzenschutzmittel, weniger Schädlinge

Chemisch-synthetische Fungizide und Insektizide eliminieren unerwünschte Schädlinge, können aber auch die Pflanzen belasten. Ein geringerer Einsatz dieser Betriebsmittel führt naturgemäß zu weniger Rückständen in Böden, Pflanzen und Früchten. Regenerative Mikroorganismen beeinträchtigen die Individualentwicklung vieler Schadinsekten auf völlig natürliche Weise, indem sie für diese ungünstige Lebensbedingungen schaffen. Dabei ist zu beachten, dass Fäulnis suchende Schädlinge (Fliegen, Schnecken, Mücken…) nicht direkt getötet werden, sondern weitere Generationen in einem probiotischen Milieu aus bereits abgelegten Eiern gar nicht erst schlüpfen.

Keine Entwicklung von Resistenzen

Regenerative Mikroorganismen hemmen die Vermehrung pathogener Keime, indem sie ihnen die Lebensgrundlage entziehen (Lebensraum und Nahrung). Da Schadkeime ohne Eingriff in ihren Stoffwechsel ausgeschaltet werden, besteht keine Gefahr der Bildung von Resistenzen! In Dominanz gebracht, verfügen Regenerative Mikroorganismen über die Fähigkeit, die Kommunikation pathogener Keime zu stören.

Stabilität im Jungpflanzenstadium

Mit Regenerativen Mikroorganismen und feinst vermahlenem Gesteinsmehl gebeiztes Saatgut keimt besser und bringt seine probiotische Umgebung für die Keimphase selbst mit. Keimlinge weisen eine gesteigerte Widerstandsfähigkeit gegen Krankheiten auf. Die Anwurzelung und der Umstieg von Samenernährung auf Wurzelernährung wird erleichtert. Feinwurzelanteil und Stammdurchmesser nehmen zu.

Schützender Biofilm auf der Pflanzenoberfläche

Im Gegensatz zu diversen chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmitteln töten Regenerative Mikroorganismen Schädlinge nicht direkt. Sie besiedeln alle verfügbaren Oberflächen und verhindern dort die Ausbreitung von Krankheitserregern. Ein regelmäßig erneuerter Biofilm auf den Pflanzen kann diese so vor vielen Blattkrankheiten schützen.

Geringerer Einsatz von Pflanzenschutzmitteln

Der Bedarf an Pflanzenschutzmitteln sinkt mit der wachsenden Stabilität und Vielfalt der Mikrobiologie am Acker. Positiv wirkt sich hierbei vor allem die prophylaktische Schutzwirkung der Regenerativen Mikroorganismen aus.

Regenerative Mikroorganismen für gesündere Früchte

Qualitativere Ernten

Die Regenerativen Mikroorganismen sind nicht einfach nur “ungiftig”. Sie sind wesentliche Mitgestalter gesunder Immun- und Verdauungssysteme – von Pflanzen, Tieren und Menschen. Ihre enzymatische Tätigkeit bringt eine Vielfalt wichtiger Vitalstoffe hervor. Viele natürlich verfügbare Mineralstoffe und Spurenelemente werden erst durch ihr Zutun für weitere Prozesse zugänglich gemacht. Dass mit RM gepflegte Pflanzen Früchte hervorbringen, die gesund und gehaltvoll sind, ist daher kein Wunder.

Flexiblere Ernte, bessere Lagerfähigkeit, keine Wartezeiten

Nach dem Einsatz von RM müssen keine Wartezeiten eingehalten werden! Im Gegenteil: Durch das Einsprühen vor der Ernte lässt sich in den meisten Fällen eine wesentlich erhöhte Lager- und Transportfähigkeit beobachten, unabhängig von der Wahl des Erntezeitpunkts. Lagerfäule bei Salat, Obst und Gemüse kann so hintangehalten werden.

Früchte von höherer Qualität

Früchte von Pflanzen, die in einer mit Regenerativen Mikroorganismen angereicherten Umgebung wachsen, enthalten im Regelfall mehr Vitalstoffe und Spurenelemente bei deutlich weniger Rückständen unerwünschter Substanzen (Spritzmittelrückstände, Nitrat…).

Gesteigerte Fruchtbarkeit

Neben der Produktion von Vitalstoffen sorgen Regenerative Mikroorganismen für eine höhere Nährstoffverfügbarkeit im Boden. Organisches Material wird in seine Bestandteile zerlegt. In einem probiotisch dominierten Umfeld werden Pflanzen oft stämmiger und bringen, je nach Art, mehr Biomasse hervor (mehr Früchte bei gleichbleibender Größe oder weniger, dafür größere Früchte).

Bessere Rotte von Ernterückständen

Statt zu schimmeln oder zu faulen, fermentieren mit RM behandelte Strohreste und andere Ernterückstände bei einer deutlich verringerten Mykotoxinbelastung. Die Rotte wird beschleunigt. Organisches Material wird durch die probiotische Mikrobiologie ideal für das Bodenleben (Regenwürmer !) aufbereitet.

Regenerative Mikroorganismen anwenden

Anwendung von Regenerativen Mikroorganismen

Beim Einsatz von Regenerativen Mikroorganismen gilt: RM kann, regelmäßig ausgebracht, viele unerfreuliche Einflüsse in der Landwirtschaft abfedern und positive Effekte hervorrufen oder stärken. Eine konsequente Bewirtschaftungsweise hat jedoch immer das Ziel, den Boden derart zu gesunden, dass die Notwendigkeit des Einsatzes von Bodenhilfsmitteln schließlich wegfällt.

Effektiver Wirkungsbereich der (fakultativ) anaeroben Bakterien in RM braun / EMa sowie der aeroben Bakterienmischung RM weiß; (zum Vergrößern klicken)

Langfristige Wirkung vs. kurzfristige Effekte

Der Einsatz von Regenerativen Mikroorganismen ist ein subtiler Vorgang, der Wissen um das RM-Funktionsprinzip und ein Auge für den richtigen Zeitpunkt braucht. Die Ansiedelung der Bakterien am Acker erfolgt schrittweise und zielt immer darauf ab, dass diese nicht nur in der ausgebrachten Menge überleben, sondern sich weiter vermehren und natürliche (Nährstoff-) Kreisläufe durch die Erhöhung der Artenvielfalt schließen. Oft führt die Suche nach Alternativen für chemische Spritzmittel und Dünger dazu, dass vom RM-Einsatz ebenfalls drastische Effekte erwartet werden. Meist wird dabei außer Acht gelassen, dass es gerade die plötzlichen Auswirkungen vieler landwirtschaftlicher Maßnahmen sind, die nicht natürlichen Kreisläufen entsprechen und diese daher belasten.

Regenerative Mikroorganismen unterstützen die Selbstheilungskräfte des Bodens und bringen durchaus auch kurzfristig sichtbare Effekte hervor. Auf Regenerativen Prozessen aufbauende Landwirtschaft sollte jedoch immer langfristig ausgerichtet sein. Denn nur so werden oftmals spontan auftretende Effekte verlässlich reproduzierbar. Wer am Bodenaufbau dranbleibt, belohnt sich schlussendlich selbst damit, dass der Boden regenerationsfähig wird und von selbst im Gleichgewicht bleibt, ohne dass ein weiteres Zuführen von Regenerativen Mikroorganismen notwendig ist.

Laufend neue Videos über Regenerative Mikroorganismen, Bodengesundheit, RM-Praxistipps und -Effekte. Hier geht’s zum Youtube-Kanal

Regenerative Mikroorganismen in den Boden einbringen

RM in den Boden einbringen

Ein gesunder Boden ist das Fundament für immunstarke und gesunde Pflanzen jeder Art.

Obwohl Regenerative Mikroorganismen in den verschiedensten Anwendungsgebieten erfolgreich eingesetzt werden, sind sie vor allem für ihre positiven Effekte im Boden bekannt. Dank seiner hohen Dichte an (fakultativ) anaeroben Bakterien ist RM gerade im Unterboden ein besonders effektiver Vorreiter für Artenvielfalt und ein gesundes Bodenleben.

Regenerative Mikroorganismen können verdünnt bei jeder Art der Bodenbearbeitung ausgebracht werden. Einfache Lösungen mit flexiblen Schläuchen, Niedrigdruckpumpen und Sprüh- bzw. Strahl-Düsen, die auf bereits bestehenden Geräten befestigt werden können, haben sich vielfach bewährt. Selbermacher sollten ihr Augenmerk darauf legen, die Regenerativen Mikroorganismen wirklich in den Boden zu bringen, statt diesen nur oberflächlich zu benetzen, um von den anaeroben Effekten des Ferments zu profitieren. Die verwendete Idealmenge unterscheidet sich je nach Bodenbeschaffenheit und Kultur. Als Richtwert wird für die Einbringung in den Boden jedoch eine Gesamtmenge von 80 l pro Hektar im Jahr empfohlen. Die verwendete Wassermenge so wählen, dass eine möglichst gute Benetzung / Verteilung erzielt wird.

AnwendungMengeVerdünnung
Einbringung beim Säen (in den Säschlitz)5 – 10 l RM braun1:1 – 1:2 mit Wasser
Saatbettbereitung30 – 40 l RM braun1:1 – 1:2 mit Wasser
Tiefenlockern40 – 60 l RM braun1:1 – 1:2 mit Wasser
Grünschnittsilo-Fermentation1 – 2 l RM braun / m3pur – 1:2 mit Wasser

Die angegebenen Mengen sind Richtwerte. Werden mehrere Maßnahmen im gleichen Jahr durchgeführt, können die einzelnen Aufwandmengen reduziert werden (z.B. bei Saatbettbereitung nach Flächenrotte)

  • Besprühte Ernterückstände sollten möglichst rasch in den Boden eingearbeitet werden.
  • RM niemals nur auf die Erdoberfläche sprühen. UV-Licht, Hitze, Austrocknen und eine hohe Sauerstoffkonzentration setzen den Bakterien zu.
  • Beim Mischen von RM mit Wasser zuerst das Wasser, dann die Mikroorganismen in den Behälter geben. Das reduziert die Schaumbildung.
  • Probiotische Mikroorganismen (RM) wirken bei regelmäßiger Anwendung am effektivsten.

Tiefenlockern mit RM braun

Eine gute Poren- und Krümelstruktur des Bodens ist essentiell für die Wasser- und Nährstoffversorgung von Kulturpflanzen und Zwischenfrüchten. Oft entstehen jedoch verdichtete Zonen im Unterboden, die von Pflanzenwurzeln nicht mehr durchdrungen werden können und die das Wasserspeichervermögen des Bodens erheblich senken.

Die häufigsten Gründe für Verdichtungen

  • Überfahrten mit schweren Bodenbearbeitungs- und Erntemaschinen
  • Schlechte Durchwurzelung durch lange Vegetationspausen (z.B. Frostgare)
  • Unausgewogene Basensättigung (gestörtes Kalzium-Magnesium-Verhältnis)

So bringt die Tiefenlockerung Nutzen, ohne zu schaden

Die Tiefenlockerung des Unterbodens hilft beim Aufbrechen verdichteter Zonen im Boden. Wie jede Art der Bodenbearbeitung ist aber auch das Tiefenlockern eine Belastung für den Boden. Um negative Effekte zu minimieren und positive Effekte zu maximieren, gilt es daher, einige wichtige Punkte zu beachten:

  • Fahrgeschwindigkeit max. 6 km/h (um feine Risse zu erzeugen, große Schlitze oder Löcher sind kontraproduktiv!)
  • Bearbeitungstiefe (Spitze der Zinken) im Verdichtungshorizont, nicht darunter (mit der Bodensonde messen und kontrollieren)
  • Der richtige Zeitpunkt ist wichtig: Nicht bei kaltem und nassem Boden lockern!
  • Lockerung immer im grünen Bestand oder kurz vor der Aussaat (so werden die entstehenden Räume lebendverbaut und stabilisiert)
  • Bei Bedarf rückverdichten – wir wollen Poren schaffen, keine Luftlöcher

Regenerative Mikroorganismen einspritzen

Durch die Lockerung des Bodens gelangt Sauerstoff in tiefe Schichten und regt eiweißabbauende Stoffwechselprozesse an. Werden im Zug der Lockerung Mikroorganismen-Fermente eingespritzt, bleiben diese abgebauten Nährstoffe länger pflanzenverfügbar.

  • Aktivierung des Bodenlebens in den Verdichtungszonen (vor allem durch Purpurbakterien)
  • Verbessertes Feinwurzelwachstum durch eine aktivere Biologie
  • Erhöhte Artenvielfalt im Boden
  • Verbesserte Nährstoffeffizienz nach der Lockerung
  • Lockerungseffekt bleibt länger erhalten

Viele Informationen und Bilder zum Geräteumbau für die Ausbringung von Mikroorganismen-Fermenten gibt’s in unserem Technik-Bereich!

icon_rm-flaechenrotte

RM bei der Flächenrotte

Die Flächenrotte ist eine Standard-Maßnahme in der regenerativen Landwirtschaft. Sie bezeichnet das flache und lockere Einarbeiten von grünen Untersaaten oder Zwischenfrüchten und deren anschließende Fermentation als Maßnahme zur Düngung, für den Humusaufbau und die Fütterung des Bodenlebens.

Der grüne Bestand wird dafür je nach Bedarf z.B. mit einer Ackerfräse, einem Flachgrubber oder Schälpflug flach eingeschält. Das bei diesem Arbeitsgang eingesetzte Ferment RM braun verhindert während der darauffolgenden Rotte Fäulnis und sorgt für eine optimale Aufschließung der Grünmasse durch das Bodenleben.

Wichtige Vorteile der Flächenrotte mit RM braun

  • Der Dünger für die Folgefrucht wächst direkt auf dem Acker.
  • Die grüne organische Masse ist reich an Nährstoffen, die rasch vom Bodenleben aufgenommen werden können.
  • Nach der Rotte keimt weniger Unkraut auf.
  • Es entsteht eine verbesserte Krümelstruktur im Boden.
  • Die Folgekultur keimt in einem mikrobiologisch äußerst aktiven Umfeld (sozusagen mit “warmgelaufenem Motor”, statt einen “Kaltstart” zu machen).
  • Die eingesprühten Regenerativen Mikroorganismen sorgen dafür, dass die Grünmasse nicht fault, sondern fermentiert. Dadurch gasen weniger Nährstoffe aus.

Was bei der Flächenrotte geschieht

  1. Flüchtige Inhaltsstoffe der zerkleinerten Pflanzenteile gasen aus. Im Anfangsstadium der Rotte wird viel CO2 freigesetzt. Der Sauerstoffgehalt im Pflanzenteile-Erde-Gemisch sinkt.
  2. Die regenerativen Mikroorganismen aus RM braun bzw. die humusbildende probiotische Bodenbiologie beginnt mit der Vergärung der Grünmasse (Fermentation), bis der Zucker in den Pflanzenteilen verbraucht ist.
  3. Die Bodenmikroorganismen stürzen sich auf die durch die Fermentation leicht verwertbaren organischen Substanzen, bilden Huminstoffe und integrieren die verfügbaren Nährstoffe in die „Kreislaufwirtschaft Boden“.
  4. Die Rotte ist abgeschlossen, erkennbar durch den angenehmen “süßen” Bodengeruch, der durch die gesteigerte mikrobiologische Aktivität entsteht.
AnwendungMengeVerdünnung
Je nach Bestand60 – 100 l RM braun / hawenn möglich, zur besseren Verteilung 1:1 mit Wasser verdünnen
  • Feuchter Boden – weder trocken noch nass!
    Die Mikrobiologie braucht Feuchtigkeit, um zu arbeiten, das Pflanzenteile-Erde-Gemisch sollte aber auf keinen Fall verschmieren/verschlemmen!
  • Bodentemperatur 8°C oder mehr!
    Die Mikrobiologie des Bodens wird erst ab ca. 7°C aktiv – je wärmer, umso besser und schneller laufen die biologischen Umbauprozesse ab. Schälen bei zu geringen Temperaturen schadet außerdem dem Boden.
  • Gute Vermischung der grünen Pflanzenteile mit Erde!
    Je homogener das Gemisch und je kleiner die Pflanzenteile sind, umso rascher wird das organische Material umgesetzt.
  • Bearbeitungshorizont so flach wie möglich!
    Ziel ist die richtige Balance in einer praxistauglichen, aber minimalen Bodenbearbeitung (Guter Basiswert: 3 cm Tiefe).

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Regenerative Mikroorganismen spritzen

RM spritzen

Regenerative Mikroorganismen besiedeln alle ihnen zur Verfügung stehenden Oberflächen. Auf Pflanzen gesprüht, vermehren sie sich und bilden einen mikrobiologischen Film, den krankheitserregende Pilze und Bakterien nur schwer durchdringen können.

Eine Spritzung vor der Ernte erhöht die Lagerfähigkeit der Früchte und senkt die Anfälligkeit für Schimmel und Lagerfäule. Die Beigabe von Zeolith erhöht die Wirkung der Spritzungen.

AnwendungMengeVerdünnungZeitpunkt
Getreidespritzung5 l RM braun, 3 kg Zeolith, 3 kg CaCO3auf 300 l WasserJe 1 Spritzung im 2-3, 4-6, 7-8-Blattstadium bei offenen Spaltöffnungen
Pilzprophylaxe5 l RM weiß, 3 kg Zeolithauf 300 l WasserAb 3-Blattstadium nach Bedarf
Kartoffelspritzung20-40 l RM braun, 4-6 kg Zeolith je nach Blattmasse, optional 2 l RM schwarz zur Schädlingsprophylaxeauf 300 l Wasser3-5 Spritzungen in 10-14-tägigem Rhythmus
  • Nicht bei prallem Sonnenschein spritzen!
  • Nicht mit Kupfer-Präparaten / Pflanzenschutzmitteln mischen!
  • Die Spritzbrühe für Pflanzen wenn möglich immer an die Außentemperatur anpassen (+/-10° C) und pH-Wert auf 5,5 einstellen.
  • Die Menge der Spritzbrühe groß genug wählen, um die Blattoberflächen homogen zu benetzen.
  • Die Feldspritze, mit der RM ausgebracht wird, sollte sorgfältig mit Ammoniak und Aktivkohle gereinigt werden, wenn sie bisher für die Ausbringung von chemischen Mitteln verwendet wurde.
  • Betriebsdruck so niedrig wie möglich wählen.
Regenerative Mikroorganismen im Kompost

RM in der Gülle- & Mistbehandlung

Regenerative Mikroorganismen bewirken eine beschleunigte Rotte organischen Materials bei geringerem Energieverlust. Grundvoraussetzung ist eine gute Benetzung des zu fermentierenden Materials. Wird dieses vor der Lagerung eingesprüht und verdichtet, kommt es zu weitaus geringerer Erhitzung. Im Komposthaufen löscht eine erfolgreiche Fermentation die Keimfähigkeit von Unkrautsamen und sorgt für ein Maximum an probiotischen Mikroorganismen, die am Feld als Humusaufbauer wirken.

In der Güllegrube fermentieren Regenerative Mikroorganismen die Gülle zu einem geruchsarmen hochwertigen Dünger. In vielen Fällen verhindern sie die Entstehung einer Schwimmschicht oder können dabei helfen, bestehende Schwimmschichten erfolgreich aufzulösen.

Häufige Anwendungsfehler

Einsatz von RM, ohne das Funktionsprinzip verstanden zu haben. Mit dem Verständnis, welche Bedingungen Bakterien brauchen, um sich zu vermehren und wirksam zu sein, können viele Fehler von vornherein ausgeschlossen werden.

Bakterien brauchen Feuchtigkeit. Das Einbringen in den trockenen Boden oder Sprühen bei Sonnenschein/Hitze kann dazu führen, dass keine Effekte sichtbar werden. Bakterien können viel überdauern, wenn sie nicht durch plötzliche Veränderungen überfordert werden. Sollen sie sich jedoch vermehren, brauchen sie Nahrung und Wasser.

Eine zu hohe Konzentration beim Sprühen kann die Spaltöffnungen der Pflanzen verkleben bzw. in manchen Fällen zu sauer sein.

RM-Wasser-Verdünnungen sollten möglichst bald verbraucht werden. Schon innerhalb weniger Tage nimmt die Bakteriendichte ab, da der Sauerstoff den anaeroben Bakterien zusetzt und der Restzucker im Ferment dann die Bakterienstämme ernährt die mit dem Wasser hinzugekommen sind. Deshalb „kippen“ Verdünnungen schneller, während RM pur (unter Sauerstoffabschluss) lange haltbar ist.

Produkte für den Einsatz im Ackerbau

Effektive Mikroorganismen (EMa) in Großmengen für die Landwirtschaft

RM braun in Großmengen

250 / 500 / 1000 Liter des Ferments „Regenerative Mikroorganismen“ im IBC-Container für den Einsatz von Großmengen in Landbau, Weinbau, Gewässern und Kompostanlagen. InfoXgen gelistet (BIO-zertifiziert).

RM weiß probiotische Mikroorganismen im 10 Liter-Kanister

RM weiß

Die „weißen“ Mikroorganismen im 10 l-Kanister für den Land- und Gartenbau. Aerobe Bakterienmischung für Humusaufbau, Strohrotte, Pflanzengesundheit, Kompostierung und probiotische Stallhygiene.

RM schwarz (Scharfstoff-Ferment) für die Stärkung der pflanzlichen Abwehrkräfte

RM schwarz

Probiotisches Ferment zur Aktivierung und Unterstützung der pflanzlichen Abwehr von Fraßfeinden. Mit natürlichen Scharfstoffen von Chili, Pfeffer, Knoblauch und Senf. Verfügbar in 2,5 / 5 / 10 / 20 l-Bag-In-Boxen.

Naturzeolith (Klinoptilolith) in hoher Reinheit und drei verschiedenen Mahlgraden

Zeolith (100% Natur-Klinoptilolith)

Ultrafeiner Natur-Zeolith – das Urgesteinsmehl mit außergewöhnlichen Eigenschaften. Korngröße: 24-10 µm Topcut (spritzbar!). Von großem Nutzen für den Bodenaufbau, die Pflanzengesundheit und Tierfütterung.

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