Regenerative Landwirtschaft mit RM

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Regenerative Landwirtschaft mit probiotischen Mikroorganismen

Der Einsatz von Regenerativen Mikroorganismen zeigt einen Weg auf, wie Landwirte von der Agrarindustrie (Dünger, Pflanzenschutz, Patent-Saatgut…) unabhängig wirtschaften können. Die vielfältig einsetzbaren Bakterien helfen, industrielle Bewirtschaftungsweisen mit natürlichen zu ersetzen. Werden sie richtig angewandt, stabilisieren sie mit ihren Fähigkeiten viele landwirtschaftliche Teilbereiche. Ganzheitlich integriert bilden sie jedoch im gesamten Betrieb den Grundstein für eine effektive und naturnahe landwirtschaftliche Praxis.

Der moderne Acker- & Pflanzenbau wird von vielen Problemen geplagt. Um auf ausgelaugten Böden stabile Erträge zu erzielen, wird der immer intensivere Einsatz von synthetischen Pflanzenschutzmitteln, chemischen Düngern und Gentechnik oft als einziger gangbarer Weg dargestellt. Gleichzeitig geht die Effektivität dieser Maßnahmen vielerorts sichtbar zurück. Die Artenverarmung des Bodenlebens reduziert viele landwirtschaftliche Böden auf ihre Funktion als reine Anbaufläche (= Ort, an dem Pflanzen wachsen). Die eigentlich natürliche Fähigkeit von Böden, für Stabilität zu sorgen und negative Umwelteinflüsse gut abzufedern, geht immer mehr verloren. Ein strukturloser nackter Boden, der nicht mehr für gesunde Pflanzen sorgen kann, ist die Folge – die vielerorts bereits eingetreten oder bereits absehbar ist. Der Einsatz von Regenerativen Mikroorganismen, verbunden mit einer guten landwirtschaftlichen Praxis, stärkt die (mikrobiologische) Artenvielfalt erheblich. Ihre enorme Bedeutung rückt durch die Vorbildwirkung von Vor- und Umdenkern nach und nach in den Fokus. Bodengesundheit ist unser eigentliches Kapital – ein Fakt, der unsere Zukunft wesentlich mitbestimmen wird. Denn nur intakte Ökosysteme garantieren langfristig Sicherheit und Ertrag.

Die Art und Weise, wie Regenerative Mikroorganismen wirken, nötigt uns, unser Verständnis von Landwirtschaft zu überdenken. Die probiotischen Bakterien sind weder Dünger noch Pflanzenschutzmittel. Dennoch wirken sie fruchtbarkeitsfördernd und pflanzenstärkend, indem sie ökologische Kreisläufe schließen und stabilisieren.

Die Regenerative Landwirtschaft lebt vom Mut, Neues zu versuchen und von der nachhaltigen Beschäftigung mit den Abläufen und Lebewesen im Boden.

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Wie Bodengesundheit mit der Mikrobiologie zusammenhängt

Wird nachhaltige Bodengesundheit angestrebt, ist es notwendig, das Augenmerk nicht nur auf Teilbereiche der Landbewirtschaftung zu legen, sondern das Thema umfassend zu betrachten. Ist dies nicht der Fall, können positive Effekte in Teilbereichen (z.B. Aufbau einer probiotischen Mikrobiologie) durch eine ungeeignete Herangehensweise in anderen Bereichen (z.B. zu intensive / falsche Bodenbearbeitung) wieder zunichte gemacht werden. Als Faustregel gilt: Je umfassender die Prinzipien des regenerativen Ackerbaus angewandt werden, umso deutlicher werden seine Effekte.

Die Stellschrauben für Bodengesundheit

Um Bodengesundheit zu erreichen, muss man das Gesamte im Blick haben. Die „Stellschrauben“ Pflanze, Düngung und Bearbeitung beeinflussen die Mikrobiologie am Feld, der eine wesentliche Verbinderfunktion zwischen Boden (-Lebewesen), Pflanze und Mensch zukommt. Anklicken, um Details zu den Einzelbereichen anzuzeigen.

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Die Effekte von Regenerativen Mikroorganismen im Ackerbau

Regenerative Mikroorganismen sind kein Spezialprodukt, das für eine einzelne Nischenanwendung entwickelt wurde. Vereinfacht gesagt, tun sie nichts anderes, als die sowieso in der Natur stattfindenden Regenerationsprozesse zu verstärken – und erheblich zu beschleunigen. Aus diesem Grund können sie in fast jedem landwirtschaftlichen Anwendungsgebiet erfolgreich und gewinnbringend eingesetzt werden. Je nach Zusammensetzung bewirken die Bakterienmischungen in anaeroben Bereichen (im Boden, an den Wurzeln…) aber auch an der Luft (Pflanzen-Epiflora) eine Vielzahl lebensfördernder Prozesse.

Ein vielfältiges Bodenleben ist nicht nur Anzeiger für humose Böden, sondern selbst ein enorm wichtiger Faktor für Bodenfruchtbarkeit und -Gesundheit.

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Verbesserte Bodengesundheit

Im Boden wird das Tauziehen von probiotischen und Fäulnis auslösenden Bakterien besonders deutlich sichtbar. Regiert die Gruppe der „Fäulnisbakterien“, ist der Krankheits- und Schädlingsdruck hoch. Der Boden ist dann kaum speicherfähig, wirkt fahl und geruchlos. Sind probiotische (= regenerative) Mikroorganismen in Dominanz, nimmt das Bodenleben deutlich zu. Schon nach kurzer Zeit zeigen sich die ersten Zeichen mikrobieller Aktivität: Der Boden riecht fruchtig, seine Farbe wird wesentlich kräftiger, die Krümeligkeit nimmt zu. Ist ein nachhaltig probiotisches Milieu aufgebaut, ist die Trendumkehr erreicht. Statt ständig abzubauen, regeneriert sich der Boden, bis er in Topform ist.

Effekte im Boden anzeigen...

Lebendiger Mutterboden Erden und Substrate werden durch den Einsatz Regenerativer Mikroorganismen erheblich aufgewertet. Ein mit RM optimiertes mikrobielles Bodenleben senkt den Druck von Krankheitserregern im Boden, wirkt dem Auslaugen des Bodens entgegen und verstoffwechselt organisches Material schnell und effizient. Die Krümelstruktur des Bodens wird deutlich verbessert, mineralisierte Nährstoffe werden besser gespeichert (Ton-Humus-Komplex). Eier und Larven von Schädlingen werden in ihrer Entwicklung gehemmt.

RM hilft gegen Bodenerosion Herrscht im Boden ein von Regenerativen Mikroorganismen geprägtes Milieu vor, verbessert sich dessen Struktur und Zusammensetzung. Der wachsende Humusanteil speichert wesentlich mehr Wasser im Boden und ist weniger anfällig für Ausschwemmungen, bei Trockenheit und bei Staunässe. Mit Regenerativen Mikroorganismen aufgebauter Boden ist in der Lage, die Folgen negativer Umwelteinflüsse deutlich hinauszuzögern bzw. zum Teil abzufangen (Trockenheit, Staunässe, schlechte oder kontaminierte Erde…).

Keine Fäulnis im Unterboden In tiefen Bodenschichten werden die Fähigkeiten Regenerativer Mikroorganismen besonders sichtbar. In sauerstoffarmen Umgebungen ist ihre Fäulnisunterdrückung durch die Fermentation von organischem Material am effektivsten. Die Einbringung von RM in den (Unter-)Boden ist die wahrscheinlich wichtigste Säule in der gezielten Feldbewirtschaftung mit probiotischen Mikroorganismen.

Wesentlich aktivere Nützlinge Regenerative Mikroorganismen stärken die Diversität jedes Ökosystems, was vermehrt Nützlinge anlockt. Schädlinge hingegen werden meist von Bereichen angezogen, in denen Zerfallsprozesse stattfinden. Das betrifft Kleinstlebewesen aller Arten. Die Regenwurm-Population nimmt in RM-behandelten Böden erfahrungsgemäß merklich zu.

Bessere Wasserbilanz Regenerative Mikroorganismen machen Erde kompakter und verbessern ihr Wasserhaltevermögen.  Verdunstungsverluste über den Boden, aber auch über Pflanzen werden minimiert. Pflanzen, welche in mikrobiell gut ausgestatteten Böden wachsen, brauchen tendenziell weniger Wasser, weil sie aufgrund der besseren CO2-Versorgung weniger Spaltöffnungen anlegen.

Schutz vor Ammoniak & zu viel Nitrat Stickstoff-Verluste werden durch Regenerative Mikroorganismen minimiert, die Mineralisation erfolgt erst über einen längeren Zeitraum hinweg im Boden. Zusätzlich fixieren die phototrophen (Purpur-)Bakterien den Luftstickstoff, welcher durch RM zum Teil auch organisch gebunden und von anderen Bodenbakterien remineralisiert wird. Negative Effekte einer Nitratüberdüngung werden vom Mikrobiom abgefedert. Ein Langzeitdüngeeffekt tritt ein.

Giftrückstände werden abgebaut Regenerative Mikroorganismen reinigen den Boden von persistenten chemischen Rückständen. Chlorierte aromatische Verbindungen mit langer Halbwertszeit (DDT, Aldrin, Mineralölverbindungen…) werden rasch abgebaut, Schwermetalle durch Komplexierung „entsorgt“.

Erhöhte Düngewirkung Dank der Nährstoffaufschließung durch Regenerative Mikroorganismen im Boden kann die Düngergabe schrittweise reduziert werden. Dies gilt sowohl für Mineral- als auch für organischen Dünger.

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Verbesserte Pflanzengesundheit

Mikroorganismen besiedeln alle verfügbaren Oberflächen. So finden wir sie auch auf den Blättern und Stielen von Pflanzen, wo sie einen Biofilm bilden, der die gesamte Pflanze bedeckt (= „Epiflora“). Ist der Biofilm aus regenerativ wirkenden Mikroorganismen geschlossen, erschwert dies pathogenen Keimen und Krankheitserregern, sich auszubreiten. Regelmäßiges Sprühen erneuert den Schutzfilm auf den Pflanzen kann diese vor Blattkrankheiten und Verpilzung schützen. Durch ihre starke Fäulnisunterdrückung hemmen Regenerative Mikroorganismen (Rotte statt Fäulnis !) die Ausbreitung fäulnissuchender Schädlinge (Trauermücken, Schnecken, Fliegen …) und unterstützen das pflanzliche Immunsystem.

Auswirkungen von RM auf die Pflanzengesundheit...

RM stärkt die Pflanzen Regenerative Mikroorganismen besiedeln alle verfügbaren Oberflächen und lassen nicht zu, dass Krankheitserreger sich ausbreiten. Ein regelmäßig aufgesprühter Biofilm auf den Pflanzen schützt vor vielen Blattkrankheiten. Durch starke Fäulnisunterdrückung (Rotte statt Fäulnis !) wird die Entwicklung von tierischen Schädlingen (Trauermücken, Schnecken, Fliegen …) gehemmt.

Steigerung der Vitalität Der allgemeinen Pflanzengesundheit sind viele Effekte der Regenerativen Mikroorganismen äußerst zuträglich: Mehr Power aus dem Boden, geringere Attraktivität für Schädlinge, zahlenmäßig stark dezimierte Schadkeime, Bakterien-Schutzfilm auf der Pflanze, verringerte Pestizid-Belastung – die Pflanze dankt’s !

Weniger Belastung durch Pflanzenschutzmittel, weniger Schädlinge Chemisch-synthetische Fungizide und Insektizide eliminieren unerwünschte Schädlinge, können aber auch die Pflanzen belasten. Ein geringerer Einsatz dieser Betriebsmittel führt naturgemäß zu weniger Rückständen in Böden, Pflanzen und Früchten. Regenerative Mikroorganismen beeinträchtigen die Individualentwicklung vieler Schadinsekten auf völlig natürliche Weise, indem sie für diese ungünstige Lebensbedingungen schaffen. Dabei ist zu beachten, dass Fäulnis suchende Schädlinge (Fliegen, Schnecken, Mücken…) nicht direkt getötet werden, sondern weitere Generationen in einem probiotischen Milieu aus bereits abgelegten Eiern gar nicht erst schlüpfen.

Keine Entwicklung von Resistenzen Regenerative Mikroorganismen hemmen die Vermehrung pathogener Keime, indem sie ihnen die Lebensgrundlage entziehen (Lebensraum und Nahrung). Da Schadkeime ohne Eingriff in ihren Stoffwechsel ausgeschaltet werden, besteht keine Gefahr der Bildung von Resistenzen! In Dominanz gebracht, verfügen Regenerative Mikroorganismen über die Fähigkeit, die Kommunikation pathogener Keime zu stören.

Stabilität im Jungpflanzenstadium Mit Regenerativen Mikroorganismen und feinst vermahlenem Gesteinsmehl gebeiztes Saatgut keimt besser und bringt seine probiotische Umgebung für die Keimphase selbst mit. Keimlinge weisen eine gesteigerte Widerstandsfähigkeit gegen Krankheiten auf. Die Anwurzelung und der Umstieg von Samenernährung auf Wurzelernährung wird erleichtert. Feinwurzelanteil und Stammdurchmesser nehmen zu.

Schützender Biofilm auf der Pflanzenoberfläche Im Gegensatz zu diversen chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmitteln töten Regenerative Mikroorganismen Schädlinge nicht direkt. Sie besiedeln alle verfügbaren Oberflächen und verhindern dort die Ausbreitung von Krankheitserregern. Ein regelmäßig erneuerter Biofilm auf den Pflanzen kann diese so vor vielen Blattkrankheiten schützen.

Geringerer Einsatz von Pflanzenschutzmitteln Der Bedarf an Pflanzenschutzmitteln sinkt mit der wachsenden Stabilität und Vielfalt der Mikrobiologie am Acker. Positiv wirkt sich hierbei vor allem die prophylaktische Schutzwirkung der Regenerativen Mikroorganismen aus.

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Qualitativere Ernten

Die Regenerativen Mikroorganismen sind nicht einfach nur ungiftig. Sie sind wesentliche Mitgestalter gesunder Immun- und Verdauungssysteme – von Pflanzen, Tieren und Menschen. Ihre enzymatische Tätigkeit bringt eine Vielfalt wichtiger Vitalstoffe hervor. Viele natürlich verfügbare Mineralstoffe und Spurenelemente werden erst durch ihr Zutun für weitere Prozesse zugänglich gemacht. Dass mit RM gepflegte Pflanzen Früchte hervorbringen, die gesund und gehaltvoll sind, ist daher kein Wunder.

Auswirkungen auf die Qualität der Erntefrüchte

Flexiblere Ernte, bessere Lagerfähigkeit, keine Wartezeiten Nach dem Einsatz von RM müssen keine Wartezeiten eingehalten werden! Im Gegenteil: Durch das Einsprühen vor der Ernte lässt sich in den meisten Fällen eine wesentlich erhöhte Lager- und Transportfähigkeit beobachten, unabhängig von der Wahl des Erntezeitpunkts. Lagerfäule bei Salat, Obst und Gemüse kann so hintangehalten werden.

Früchte von höherer Qualität Früchte von Pflanzen, die in einer mit Regenerativen Mikroorganismen angereicherten Umgebung wachsen, enthalten im Regelfall mehr Vitalstoffe und Spurenelemente bei deutlich weniger Rückständen unerwünschter Substanzen (Spritzmittelrückstände, Nitrat…).

Gesteigerte Fruchtbarkeit Neben der Produktion von Vitalstoffen sorgen Regenerative Mikroorganismen für eine höhere Nährstoffverfügbarkeit im Boden. Organisches Material wird in seine Bestandteile zerlegt. In einem probiotisch dominierten Umfeld werden Pflanzen oft stämmiger und bringen, je nach Art, mehr Biomasse hervor (mehr Früchte bei gleichbleibender Größe oder weniger, dafür größere Früchte).

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Bessere Reifung von Kompost & Gülle

„Was stinkt, das düngt!“, besagt ein Sprichwort. Das ist nicht richtig! Was stinkt, sind nämlich flüchtige (Stickstoff-)Verbindungen, die nur dann düngen würden, wenn sie noch in der Gülle/im Mist wären, anstatt auszugasen. Regenerative Mikroorganismen können die Inhaltsstoffe tierischer Ausscheidungen durch Fermentation konservieren. So gelangen diese weder in die Luft, noch ins Grundwasser – und statt durch ihr Überangebot Boden und Pflanze zu überfordern, sorgen sie im Boden über wesentlich längere Zeiträume hinweg für einen nachhaltigen Düngeeffekt.

Effekte von RM in Kompost und Gülle

Schnelle Rotte von Ernterückständen Statt zu schimmeln oder zu faulen, fermentieren mit RM behandelte Strohreste und andere Ernterückstände bei einer deutlich verringerten Mykotoxinbelastung. Die Rotte wird beschleunigt. Organisches Material wird durch die probiotische Mikrobiologie ideal für das Bodenleben (Regenwürmer !) aufbereitet.

Verminderte Faulgasentwicklung bei Gülle und Mist Je höher die Qualität von RM, desto höher ist seine Fähigkeit, die Bildung von Faulgasen zu unterdrücken. Die Geruchs- und Gesundheitsbelastung durch Ammoniak und weitere entstehende Faulgase wird effektiv reduziert.

Wesentlich bessere Güllequalität Die Bildung einer Schwimmdecke bei der Gülle-Lagerung kann durch die Enzym-Produktion (Lignasen- & Zellulasen) von Regenerativen Mikroorganismen verhindert werden. Der Effekt ist umso besser, je früher RM eingesetzt wird, da sich die Bakterien mit der wachsenden Gülle-Menge mitvermehren. Fermentierte Gülle ist einfach zu homogenisieren, das Aufrühren funktioniert problemlos. Das Fliegen- und Mückenaufkommen sinkt signifikant. Fermentierte Gülle stinkt nicht!

„Stickstoffmanagement“ in der Gülle Die Mikroorganismen in RM verhindern großteils, dass in der Güllegrube aus Harnstoff Ammoniak entsteht und dieser als Folge auch nicht als Stickstoffverlust entweichen kann. Die Ammonifikation erfolgt erst am Acker.

Mist & Kompost-Aufbereitung RM bereitet Mist und Kompost perfekt für den Boden vor. Mittels gezielter Fermentation kann die Temperatur der Rotte (und der damit verbundene Energieverlust) herabgesetzt werden. Ist eine Heißrottephase explizit erwünscht, kann RM niedrig dosiert gegen Gestank und Überhitzung des Rotteguts eingesetzt werden. Nach der Heißrottephase eingearbeitet, geschieht die Hygienisierung durch die Produktion organischer Säuren (Milch- & Essigsäure). Die Mikroorganismen vermehren sich im Kompost und werden gleich samt ihrer Nahrung ausgebracht, die sie durch ihren Stoffwechsel pflanzenverfügbar machen.

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Anwendung von Regenerativen Mikroorganismen

Beim Einsatz von Regenerativen Mikroorganismen gilt: RM kann, regelmäßig ausgebracht, viele unerfreuliche Einflüsse in der Landwirtschaft abfedern und positive Effekte hervorrufen oder stärken. Eine konsequente Bewirtschaftungsweise hat jedoch immer das Ziel, den Boden derart zu gesunden, dass die Notwendigkeit des Einsatzes von Bodenhilfsmitteln schließlich wegfällt.

Regenerativ wirkende Mikroorganismen werden für die richtige Anwendung in zwei Gruppen unterschieden. Auf sauerstoffreiche Verhältnisse angewiesen (aerob) bzw. in sauerstoffarmen Verhältnissen wirkend (anaerob). Die Regenerative Bakterienmischung „RM weiß“ setzt sich aus aeroben Mikroben zusammen und entfaltet auf Pflanzen und im durchlüfteten Oberboden ihre Wirkung. Das klassische „RM braun“ wird vorrangig im Boden, in der Gülle und bei der Tiergesundheit eingesetzt.

Langfristige Wirkung vs. kurzfristige Effekte

Der Einsatz von Regenerativen Mikroorganismen ist ein subtiler Vorgang, der Wissen um das RM-Funktionsprinzip und ein Auge für den richtigen Zeitpunkt braucht. Die Ansiedelung der Bakterien am Acker erfolgt schrittweise und zielt immer darauf ab, dass diese nicht nur in der ausgebrachten Menge überleben, sondern sich weitervermehren und natürliche (Nährstoff-) Kreisläufe durch die Erhöhung der Artenvielfalt schließen. Oft führt die Suche nach Alternativen für chemische Spritzmittel und Dünger dazu, dass vom RM-Einsatzebenfalls drastische Effekte erwartet werden. Meist wird dabei außer Acht gelassen, dass es gerade die plötzlichen Auswirkungen vieler landwirtschaftlicher Maßnahmen sind, die nicht natürlichen Kreisläufen entsprechen und diese belasten.

Regenerative Mikroorganismen unterstützen die Selbstheilungskräfte des Bodens und bringen durchaus auch kurzfristig sichtbare Effekte hervor. Auf Regenerativen Prozessen aufbauende Landwirtschaft sollte jedoch immer langfristig ausgerichtet sein. Denn nur so werden oftmals spontan auftretende Effekte verlässlich reproduzierbar. Wer am Bodenaufbau dranbleibt, belohnt sich schlussendlich selbst damit, dass der Boden regenerationsfähig wird und von selbst im Gleichgewicht bleibt, ohne dass ein weiteres Zuführen von Regenerativen Mikroorganismen notwendig ist.

Laufend neue Videos über Regenerative Mikroorganismen, Bodengesundheit, RM-Praxistipps und -Effekte.
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RM in den Boden einbringen

Ein gesunder Boden ist das Fundament für immunstarke und gesunde Pflanzen jeder Art.

Obwohl Regenerative Mikroorganismen in den verschiedensten Anwendungsgebieten erfolgreich eingesetzt werden, sind sie vor allem für ihre positiven Effekte im Boden bekannt. Dank seiner hohen Dichte an (fakultativ) anaeroben Bakterien ist RM gerade im Unterboden ein besonders effektiver Vorreiter für Artenvielfalt und ein gesundes Bodenleben.

Regenerative Mikroorganismen können verdünnt bei jeder Art der Bodenbearbeitung ausgebracht werden. Einfache Lösungen mit flexiblen Schläuchen, Niedrigdruckpumpen und Sprüh- bzw. Strahl-Düsen, die auf bereits bestehenden Geräten befestigt werden können, haben sich vielfach bewährt. Selbermacher sollten ihr Augenmerk darauf legen, die Regenerativen Mikroorganismen wirklich in den Boden zu bringen, statt diesen nur oberflächlich zu benetzen, um von den anaeroben Effekten des Ferments zu profitieren. Die verwendete Idealmenge unterscheidet sich je nach Bodenbeschaffenheit und Kultur. Als Richtwert wird für die Einbringung in den Boden jedoch eine Gesamtmenge von 80 l pro Hektar im Jahr empfohlen. Die verwendete Wassermenge so wählen, dass eine möglichst gute Benetzung / Verteilung erzielt wird.

Wichtige Hinweise: RM & Boden
  • RM nie in eine konzentrierte Düngerstammlösung einmischen (immer in eine Verdünnung).
  • Besprühte Ernterückstände sollten möglichst rasch in den Boden eingearbeitet werden.
  • RM niemals nur auf die Erdoberfläche sprühen. UV-Licht, Hitze, Austrocknen und eine hohe Sauerstoffkonzentration setzen den Bakterien zu.
  • Beim Mischen von RM mit Wasser zuerst das Wasser, dann die Mikroorganismen in den Behälter geben. Das reduziert die Schaumbildung.
  • Probiotische Mikroorganismen (RM) wirken bei regelmäßiger Anwendung am effektivsten.
Verdünnung & Anwendungsmenge
Anwendungfertige Mischung*in 100l**in 1000l**Details zur Anwendung
Saatgut beizen (RM + Bentonit/Zeolith)50 %50 l500 lfeucht beizen, danach gut trocknen
100 ml Verdünnung / 10 kg Saatgut
Einbringung beim Säen (in den Säschlitz)10 %10 l100 lEmpfohlene Gesamtmenge bei Bodenbearbeitung pro Jahr:
mind. 80 l RM braun / Hektar
Zwischenbegrünungen einarbeiten10 %10 l100 l
Einbringung bei der Bodenbearbeitung10 %10 l100 l
Einbringung beim Tiefenlockern20 %20 l20 l
Stoppelsturz10 %10 l100 l
Silierhilfsmittel (sprühen)50 %50 l500 l1 l / m3 (lose); 1,5 l / Rundballen
* Spritzfertiges Gemisch aus Wasser und Mikroorganismen
** Im spritzfertigen Gemisch enthaltene Menge RM

Die hier angeführten Werte basieren auf den Erfahrungen langjähriger Anwender von Regenerativen Mikroorganismen und sind als Richtwerte zu verstehen. Je besser der Ackerboden, desto geringer ist die benötigte Aufwandsmenge. Lokale Versuche und eine individuelle Beratung helfen bei der Wahl der idealen Aufwandsmenge und Bearbeitungstechnik.

Um das Einbringen von RM in den Boden ohne zusätzliche Überfahrten zu ermöglichen, kommen für die Einspritzung aufgerüstete Maschinen zum Einsatz.

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RM in der Gülle- & Mistbehandlung

Regenerative Mikroorganismen bewirken eine beschleunigte Rotte organischen Materials bei  geringerem Energieverlust. Grundvoraussetzung dafür ist eine gute Benetzung des zu fermentierenden Materials. Wird dieses vor der Lagerung eingesprüht und verdichtet, kommt es zu weitaus geringerer Erhitzung. Im Komposthaufen löscht eine erfolgreiche Fermentation die Keimfähigkeit von Unkrautsamen und sorgt für ein Maximum an probiotischen Mikroorganismen, die am Feld als Humusaufbauer wirken.

Wichtige Hinweise: RM & Gülle / Mist
  • Je früher RM zur Gülle gemischt wird, desto weniger Menge ist für eine erfolgreiche Dominanz der RM-Bakterien nötig. Wird der Auffangbehälter bei niedrigem Stand mit RM beimpft, wird nachfließende Gülle automatisch probiotisch besiedelt und fermentiert. Eine geringe regelmäßige RM-Gabe erhält die weitere Dominanz.
  • Wird RM regelmäßig im Stall versprüht und in der Fütterung verwendet, vermehren sich die Mikroorganismen bereits im Stall derart, dass 1 l RM pro anfallendem Kubikmeter Gülle ausreicht.
Verdünnung & Anwendungsmenge
Anwendungfertige Mischung*in 100l**in 1000l**Details zur Anwendung
Kompost: Fermentation (Fermentation statt Heißrotte)20 %20 l200 l1 l RM (5 l Verdünnung) / m3
Kompost: Nach der Heißrotte (Lagerung/probiotische Besiedelung)50 %50 l500 l3 l RM (6 l Verdünnung) / m3
Gülle: Fermentation (Erstbeimpung bei fast geleerter Güllegrube, laufendes Dazudosieren in die Güllegrube bzw. noch besser über die Schwemmkanäle im Stall)50 %50 l500 lErstbeimpfung: 1 l RM (2 l Verdünnung) / m3 Gülle;
Dazudosierung: 2 l Verdünnung je neuem m3 Gülle
* Spritzfertiges Gemisch aus Wasser und Mikroorganismen
** Im spritzfertigen Gemisch enthaltene Menge RM

Die hier angeführten Werte basieren auf den Erfahrungen langjähriger Anwender von Regenerativen Mikroorganismen und sind als Richtwerte zu verstehen. Je besser der Ackerboden, desto geringer ist die benötigte Aufwandsmenge. Lokale Versuche und eine individuelle Beratung helfen bei der Wahl der idealen Aufwandsmenge und Bearbeitungstechnik.

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RM spritzen

Obwohl sie grundsätzlich anaerobe Verhältnisse bevorzugen, besiedeln regenerative Mikroorganismen alle ihnen zur Verfügung stehenden Oberflächen. Auf Pflanzen gesprüht, vermehren sie sich und bilden einen mikrobiologischen Film, den krankheitserregende Pilze und Bakterien nur schwer durchdringen können.

Eine Spritzung vor der Ernte erhöht die Lagerfähigkeit der Früchte und senkt die Anfälligkeit für Schimmel und Lagerfäule.

Wichtige Hinweise: RM spritzen
  • Wenn möglich in der Früh spritzen, wenn die Spaltöffnungen der Pflanzen geöffnet sind !
  • Nie mit Kupfer-Präparaten mischen.
  • Die Spritzbrühe für Pflanzen wenn möglich immer an die Außentemperatur anpassen (+/-10° C) und ph 5,5 einstellen.
  • Die Menge der Spritzbrühe groß genug wählen, um die Blattoberflächen homogen zu benetzen.
  • Nach Starkregen kann der Biofilm beeinträchtigt sein. Eine Pflanzenspritzung nach starken Wettereinflüssen wird empfohlen.
  • Die Feldspritze, mit der RM ausgebracht wird, sollte unbedingt sorfältig mit Ammoniak und Aktivkohle gereinigt werden, wenn sie bisher für die Ausbringung von chemischen Mitteln verwendet wurde. Geschieht das nicht, kann es zu einer verstärkenden Wirkung der (Rest-)Biozide kommen.
  • RM nie gemeinsam mit Bioziden anwenden:
  • Herbizide können unter Umständen (sehr) verstärkt werden, Fungizide töten einen wichtigen Teil der Mikroben in RM. Wenn Insektizide mit RM kombiniert werden sollen, wird eine stark verringerte Dosierung empfohlen.
  • Blattbehandlungen im Frühjahr bis 4 mal pro Woche je nach Krankheits- / Pilzdruck (in Kombination mit Kalziumcarbonat: 3 l + 3 kg / ha).
  • Betriebsdruck bis maximal 20 bar.
  • Behandlung ab dem 4-Blatt-Stadium bis zum Reihenschluss.
Verdünnung & Anwendungsmenge
Anwendungfertige Mischung*in 100l**in 1000l**Details zur Anwendung
Spritzen: Bei Krankheitsdruck10 %10 l100 lbis 4 Spritzungen / Woche
Spritzen: Regelmäßiges Erneuern des Biofilms10 %10 l100 lnach jedem Starkregen
* Spritzfertiges Gemisch aus Wasser und Mikroorganismen
** Im spritzfertigen Gemisch enthaltene Menge RM

Die hier angeführten Werte basieren auf den Erfahrungen langjähriger Anwender von Regenerativen Mikroorganismen und sind als Richtwerte zu verstehen. Je besser der Ackerboden, desto geringer ist die benötigte Aufwandsmenge. Lokale Versuche und eine individuelle Beratung helfen bei der Wahl der idealen Aufwandsmenge und Bearbeitungstechnik.

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Häufige Anwendungsfehler

  • Einsatz von RM, ohne das Funktionsprinzip verstanden zu haben. Mit dem Verständnis, welche Bedingungen Bakterien brauchen, um sich zu vermehren und wirksam zu sein, können viele Fehler von vornherein ausgeschlossen werden.
  • Bakterien brauchen Feuchtigkeit. Das Einbringen in den trockenen Boden oder Sprühen bei Sonnenschein/Hitze kann dazu führen, dass keine Effekte sichtbar werden. Bakterien können viel überdauern, wenn sie nicht durch plötzliche Veränderungen überfordert werden. Sollen sie sich jedoch vermehren, brauchen sie Nahrung und Wasser.
  • Eine zu hohe Konzentration beim Sprühen kann die Spaltöffnungen der Pflanzen verkleben bzw. in manchen Fällen zu sauer sein.
  • RM-Wasser-Verdünnungen sollten möglichst bald verbraucht werden. Schon innerhalb weniger Tage nimmt die Bakteriendichte ab, da der Sauerstoff den anaeroben Bakterien zusetzt und der Restzucker im Ferment dann die Bakterienstämme ernährt die mit dem Wasser hinzugekommen sind. Deshalb „kippen“ Verdünnungen schneller, während RM pur (unter Sauerstoffabschluss) lange haltbar ist.

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